Wer ist
eigentlich Anton?
Ihr kennt
Anton noch nicht? Na dann wird es ja höchste Zeit, das ich euch von ihm und
seinen tollen Abenteuern erzähle.
Anton ist ein
kleiner Junge mit blondem Lockenkopf, der mit seinen Eltern gerade in ein
großes Haus in einem Vorort von Köln gezogen ist. Zuerst war Anton ziemlich
traurig, weil dieser Umzug auch bedeutete, das er seine Freunde nicht
wiedersehen konnte, doch dann eines Tages entdeckte Anton etwas in dem neuen
Haus, das sehr sonderbar war.
Wollt Ihr
wissen, was es war? Na dann geht doch einfach mit Anton und erlebt sein
erstes großes Abenteuer!
Es war an
einem Sonntag, als Anton schon sehr Früh erwachte. Ein Blick auf die Uhr
verriet ihm, das es gerade 7 Uhr waren. Da es im Haus noch ganz ruhig war.
Und seine Eltern wahrscheinlich noch am schlafen waren, beschloss Anton,
sich einmal ein wenig in dem großen Haus umzusehen. Schließlich gab es hier
so viel neues, was zu entdecken war. Schnell kletterte Anton aus seinem Bett
und zog sich an. Dann steckte er vorsichtig den Kopf durch die Türe um zu
horchen, ob nicht doch etwas von seinen Eltern zu hören war. Aber es blieb
alles still. Vorsichtig schlich sich Anton aus seinem Zimmer und ging auf
die Haustüre zu. Um seine Eltern nicht zu wecken, wollte er sich erst einmal
den großen Garten ansehen. Zuerst schaute er sich einmal um, doch dann
entdeckte er etwas, was ihn sehr neugierig machte. Am Ende des Gartens stand
eine große Hecke, in der mitten drin ein großes Loch war.
Was wohl
hinter der Hecke war? Dachte sich Anton und lief auf die Hecke zu.
Als er sich
das Loch genauer ansah, wunderte er sich. Er konnte nur ein schwarzes Loch
erkennen, aber nicht sehen, was dahinter war.
Vorsichtig
steckte er eine Hand durch das schwarze Loch und erschrak, als seine Hand
verschwunden war. Er konnte sie nun auch nicht mehr sehen. Mit einem Ruck
zog er sie wieder aus dem Loch und stolperte dabei über eine Baumwurzel, die
zur alten Eiche hinter ihm gehörte. Nun saß er auf seinem Hosenboden und
traute seinen Augen nicht. Was hatte das Loch zu bedeuten? Warum konnte er
die Hand reinstecken, sie dann aber nicht mehr sehen. Diesem Geheimnis
musste Anton einfach nachgehen. Mutig stand er auf, atmete noch einmal tief
durch, und steckte dann den Kopf durch das schwarze Loch. Zuerst traute
Anton seinen Augen nicht. Als er den Kopf durch die Hecke gesteckt hatte,
konnte er plötzlich auf der anderen Seite einen wunderschönen weißen Strand
sehen, und weiter hinten befand sich das große Meer. Aber wie sollte das
wahr sein? Er wohnte doch mitten in der Stadt. Bis zum Meer war es doch
viele Stunden mit dem Auto. Das wusste Anton noch genau, denn er war ja im
vergangenen Jahr erst mit seinen Eltern dort gewesen.
Anton wollte
gerade wieder den Kopf aus dem Loch ziehen, als er eine Stimme hörte.
„Hallo Anton,
da bist du ja endlich.“ Wo kam diese Stimme plötzlich her? Erschrocken sah
sich Anton um. „ Du brauchst keine Angst zu haben, komm doch näher, „ die
Stimme gehörte einem kleinen Mäuschen, das mitten mit Sand vor ihm hockte.
„ Wer bist
du?“ fragte Anton verwundert. „ Ich bin Fips, und wohne dort unten am Meer.“
„ Aber wo kommt der Strand und das Meer denn her? Wir wohnen doch hier
mitten in der Stadt, und da gibt es doch eigentlich kein Meer.“ Langsam
wurde Anton mutiger.
Und Fips
antwortete: „ Wenn du näher kommst, und dich zu mir setzt, erzähl ich es
dir. Anton kletterte nun ganz durch das Loch und setzte sich vor Fips in den
weichen Sand.
„ Das Loch in
der Hecke ist ein Zauberloch. Immer, wenn du durch dieses Loch gehst, kommst
du in eine andere Welt.“ versuchte Fips zu erklären.
„ Aber wie
kann das sein?“ Anton verstand nun gar nichts mehr.
„ Das Haus in
dem Du wohnst, ist verzaubert. Er gehörte einmal einer Familie mit einem
kleinen Mädchen. Doch dann wurde es verzaubert, und das Mädchen ist
verschwunden.“ erklärte Fips. „ Aber wo ist das Mädchen denn hin? Gespannt
wartete Anton, das Fips weiter erzählte. „ Wo das Mädchen hin ist, weiß
keiner, nur du kannst dieses Geheimnis lüften, und das Mädchen finden. Aber
bis dahin gibt es viele Abenteuer und Geheimnisse, die du erleben wirst. Und
nur wenn du mutig genug bist, diese Abenteuer durch zu machen, wirst du auf
das große Geheimnis treffen, und das kleine Mädchen befreien.“ antwortete
Fips.
„ Aber wie
stelle ich das an? Woher weiß ich was ich machen muss?“ fragte Anton nun. „
Du musst dieses Amulett steht’s bei dir tragen, dann wirst du immer wissen,
was du machen musst.
Aber verliere
es niemals, denn sonst kommst du nicht zurück in deine Welt.“ Mahnte Fips
Anton, bevor er ihm sagte: „ So und nun geh wieder zurück durch das Loch und
beginne mit deinem ersten Abenteuer.“
Anton wollte
noch so viel fragen, aber als er sich umblickte, war Fips verschwunden. Also
blieb ihm nichts anderes übrig, als wieder zurück durch das Loch zu
klettern.
Als Anton
durch das Loch kletterte, dachte er eigentlich, das er wieder im Garten
rauskommen würde, doch statt dessen, war er nun an einem Ort, an dem es
stockdüster war. Anton rieb sich die Augen, er konnte einfach nichts
erkennen. Doch dann plötzlich sah er etwas weiter entfernt ein kleines
Licht. Vorsichtig ging er einige Schritte auf das Licht zu. Da er nichts
sehen konnte, wusste er auch nicht, ob er bis zu dem Licht gelangen würde.
Doch dann dachte er an das was Fips ihm gesagt hatte. Solange er das Amulett
bei sich hatte, würde er wissen, was er machen muss. Anton überlegte kurz,
dann war ihm klar, das es nur eine Möglichkeit gab, er musste das Licht
erreichen.
Mit
ausgestreckten Armen ging Anton ganz vorsichtig weiter auf das Licht zu. Er
hatte es schon fast erreicht, als es plötzlich überall hell wurde, und Anton
mitten im Trubel eines großen Jahrmarktes stand.
Von überall
war Musik zu hören und Kinder lachten, während sie auf den Karussell
fuhren. Am liebsten wäre Anton einfach losgelaufen und hätte es den Kindern
nachgemacht, doch dann fiel ihm ja ein, das er eigentlich eine andere
Aufgabe hatte. Er musste ja das kleine Mädchen finden. Ob es wohl hier war?
Aber wen sollte er fragen? Er weiß ja noch nicht einmal den Namen des
Mädchens, oder wie es aussieht. Warum hatte Fips es ihm nicht verraten?
Etwas unschlüssig sah sich Anton um. Dann entdeckte er ein großes Zelt, mit
einem Schild, auf dem stand: Ich schau für dich in die Zukunft – und
beantworte dir jede Frage. Ob in dem Zelt wohl jemand war, der wusste, wie
das kleine Mädchen heißt, und wo ich es finde, dachte Anton und ging einfach
hinein. Er hatte das Gefühl, das er schon
wieder in
einer anderen Welt war, denn in dem Zelt sah es aus, wie bei einem Zauberer.
Das Zelt war ganz dunkelblau und hatte überall an der Zeltwand goldene
Sterne. In der Mitte stand ein Tisch, mit einer großen Kugel drauf, die
blitze und sich drehte. Ansonsten gab es noch sehr viele Bücher die überall
herumlagen und vor dem Tisch zwei weiche dicke Kissen.
Während Anton
sich alles genau ansah, erschien eine kleine alte Frau, mit einem langen
weiß-blauen Kleid.
